Hier finden sie das „Gesamtverzeichnis“ der auf der Dachser-Beton Web-Site verwendeten Fachbegriffe und Stichwörter. Wir erheben keinen Anspruch der Vollständigkeit, sind jedoch bemüht Ihnen immer umfangreicheres Material zur Verfügung zu stellen.
Weiterführendes Marerial zum Thema Beton ist ebenso unter der Rubrik Links aufgelistet.


Anhydrit – Fließestrich:
Estrich nach DIN 18560, der durch Zusatz von Fließmitteln eine leichtere Verarbeitung und den Einbau unter schwierigen Bedingungen mittels Pumpen ermöglicht.
Achtung: Anhydrit – Estriche sind nicht für Feuchträume geeignet.


Beton:
Beton ist ein Kunststein. Er wird aus Zement, Wasser und Zuschlägen gemischt. Zur Beeinflussung bestimmter Eigenschaften können mehlfeine oder flüssige Betonzusätze zugegeben werden. Dem Frischbeton wird eine bestimmte Form (Schalung) gegeben, die er im erhärteten Zustand als Festbeton beibehält.


Betonkonsistenz:
Die Konsistenz ist ein Maß für die Steife und somit die Verarbeitbarkeit des Betons. Man unterscheidet folgende Konsistenzbereiche:
– C1: steifer Beton
Beton dieser Konsistenz ist beim Schütteln lose, zum Teil schollig
zusammenhängend. Er stellt die untere Grenze für das Verdichten
durch kräftig wirkende Rüttler oder durch kräftiges Stampfen dar.
– F2: plastischer Beton
Dieser Beton ist beim Schütteln schollig bis knapp zusammenhängend. Er wird in der Regel durch Rütteln verdichtet.
– F3: weicher Beton
Beton dieser Konsistenz ist beim Schütteln schwach fließend. Leichtes Rütteln oder Stochern reicht zur Verdichtung.
– F4-F6: Fließbeton
Fließbeton darf nur mittels Fließmittel hergestellt werden. Er kann oft bereits durch stochern allein verdichtet werden. Sein Zusammenhaltevermögen muss so sein, dass er sich durch leichtes Rütteln nicht entmischt.


Betonnachbehandlung:
1. Verdichtung – kann je nach Konsistenz des Betons durch Stampfen, Stochern oder Rütteln erreicht werden.
Vollständige Gefügedichte ist wichtig für die Festigkeit, Wasserundurchlässigkeit und Beständigkeit von Beton. Zudem gewährleistet gutes Verdichten eine satte Einhüllung der Bewehrungsstäbe bei Stahlbeton.
2. Schutz vor Austrocknung – wird dem Beton besonders im Anfang der Erhärtung das Anmachwasser durch zu schnelle Austrocknung entzogen, kann es zu Erhärtungsstörungen wie Absanden und Schwindrissen kommen.
Daher ist der frisch eingebrachte Beton gegen starken und schnellen Wasserverlust zu schützen.


Betonzuschläge:
Für Normalbeton werden natürliche Gesteinskörnungen, Sand und Kies (nicht gebrochen) und Brechsand, Splitt und Schotter (gebrochen) sowie künstliche Zuschläge, Hochofenbrechsand und Hochofenschlackensplitt aus Hüttenwerken, eingesetzt. Sie müssen der DIN Norm entsprechen. Da die Eigenschaften der Zuschläge wesentlich größeren Schwankungen unterliegen als diejenigen der anderen Ausgangsstoffe des Betons, ist ihrer Auswahl und Überwachung besondere Sorgfalt zuzuwenden. „DIN EN 12620:2003-04 Gesteinskörn. für Beton“ fordert eine ständige Güteüberwachung, die auf dem Lieferschein auszuweisen ist.
Den Korngrößen entsprechend werden die Zuschläge in Korngruppen unterteilt, die nach ihrem Kleinstkorn und Größtkorn (Quadratlochsiebe) bezeichnet werden (z.B. : 4mm Kleinstkorn / 8mm Größtkorn = 4 / 8).


Bindemittel für Mörtel:
Neben Zement können für Mörtel auch Baukalke, Mischbinder und Putz- und Mauerbinder als Bindemittel eingesetzt werden.


Dämm – Mörtel: Spezialmörtel zur Verbesserung der Akustik- und Wärmedämmung. Dies wird durch entsprechende Zusatzstoffe (Perlite, Blähbeton, Styropor, etc.) erreicht.


Druckfestigkeit:
Die Druckfestigkeit ist eine wesentliche Eigenschaft des Festbetons. Sie entwickelt sich erst im Laufe des Erstarrungsvorganges und erreicht ihren Höchstwert oft erst nach Monaten oder Jahren.
Druckfestigkeit wird an 28 Tage alten Probewürfeln unter genormten Bedingungen festgestellt.
Dafür werden Formen von 15 cm Kantenlänge mit Frischbeton gefüllt und verdichtet. Die Betonoberfläche wird geglättet und jeder Probekörper gekennzeichnet. Die Proben werden für 24 Stunden in einem geschlossenen Raum bei + 15 °C bis + 22 °C zur Erhärtung gelagert. Nach Entformung werden die Probekörper bis zum 7. Tag unter Wasser und anschließend bis zur Prüfung trocken unter angegebener Temperatur gelagert.


Estrichbeton:
Spezialbeton für Bodenunterbau, dessen Oberfläche hinsichtlich Widerstandsfähigkeit und Ebenheit besondere Anforderungen erfüllen muss. Die Korngröße des Zuschlags überschreitet im Allgemeinen 8mm nicht, so dass Estriche in einer geringen Dicke (wenige Zentimeter) aufgebracht werden können.


Fertigbeton:
Verarbeitungsfertiges Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag sowie evt. erforderlichen Zusätzen
Wir bieten Fertigbetone in den Festigkeitsklassen C 8/10 bis C 45/55 an. Expositionsklasse und Festigkeitsklasse sind ausschlaggebend für den Einsatz der jeweiligen Betonsorte.


Festigkeitsklassen:
Beton wird nach seiner bei der Erstprüfung festgestellten Druckfestigkeit in Festigkeitsklassen eingeteilt. Je nach der Höhe der ermittelten Normdruckfestigkeit, wird der Beton in die Festigkeitsklassen C 8/10 bis C 50/60 eingeordnet. Betone der Festigkeitsklassen C 8/10 und C 12/15 eignen sich nur für unbewehrten Beton. Betone der Festigkeitsklassen C 16/20 bis C 50/60 werden für unbewehrten und bewehrten Beton eingesetzt.


Übliche Verfahren für das Feuchthalten von Beton sind:
– Belassen in der Schalung
– Abdecken mit Folien
– Aufbringen wasserhaltender – Abdeckungen
– Aufsprühen von flüssigen Nachbehandlungsmitteln
– Kontinuierliches Besprühen mit Wasser oder eine Kombination aus diesen


Frischbetonrohdichte:
Die Frischbetonrohdichte wird als Prüfgröße für die Erstprüfung benötigt. Man bestimmt sie an Hand der Probekörper für die Druckfestigkeitsprüfung, unmittelbar nach dem Abstreichen der Oberfläche des verdichteten Betons.


Mauer – Mörtel:
Gemisch aus Bindemittel, mineralischem Zuschlag (Korngröße < 4mm) und Wasser, ggf. auch Zusatzstoffe und Zusatzmittel. Mauermörtel wird hinsichtlich seiner Zusammensetzung und Druckfestigkeit in Mörtelgruppen (I, II, II a und III) eingeteilt.


Porenleichtbeton / Leichtbeton:
Sonderbeton aus Zuschlag geringerer Festigkeit (Naturbims, Hüttenbims, Blähton, Blähschiefer, etc.) und evt. Einsatz porenbildender Zusatzmittel, wodurch die Trockenrohdichte unter der von Normalbeton liegt. Wesentliche Gesichtspunkte für die Wahl von Leichtbeton sind das verminderte Eigengewicht, der niedrige Elastizitätsmodul und die erhöhte Wärmedämmung. Daher wird Leichtbeton bevorzugt bei Altbausanierungen, als wärmedämmender Unterboden, aber auch als Füllmaterial für Hohlräume (Kanäle, Öltanks, etc.) und Ausgleichsschichten verwendet.


Sand und Kies:
Natürliche Gesteinsablagerungen von Flüssen (Körnung meist glatt und feinstoffarm) und Gletschern (wenig abgeschliffene Körnung, meist lehmig).
Von Sand spricht man bis zu einer Größe von 4mm, Kies liegt in einem Korngößenbereich von 4mm bis 63mm.
Größere Teile nennt man Geröll. Durch Bruch entstehen Brechsand, Splitt und Schotter.



Stahlfaserbeton:
Stahlfasern werden zugemischt um die Zähigkeit des Betons, das heißt das Formveränderungsvermögen bei dynamischer Beanspruchung (Schlag, Stoß) zu verbessern und auch um Rissbildung zu verhindern.


Transportbeton:
Transportbeton ist ein Beton, dessen Bestandteile außerhalb der Baustelle in einem Betonwerk zugemessen werden und der entweder im Werk selbst oder im Mischfahrzeug gemischt in geeigneten Fahrzeugen zur Baustelle befördert und einbaufertig übergeben wird.
Für seine Zusammensetzung gelten die gleichen betontechnischen Grundsätze wie für den auf der Baustelle hergestellten Beton.


Trockenbetonrohdichte:
Die Trockenbetonrohdichte wird weitgehend von der Art der Zuschläge bestimmt. Nach ihr unterscheidet man Leicht-, Normal- und Schwerbeton.
Zu ihrer Bestimmung werden Festbetonstücke bei 105 °C getrocknet und danach gewogen.


Wasserzementwert:
Der Wasserzementwert ist das Verhältnis vom Wassergewicht zum Zementgewicht. Mit zunehmendem Wasserzementwert nimmt die Festigkeit und Dichtheit des Betons ab.


Zement:
Zement ist ein fein gemahlenes hydraulisches Bindemittel für Mörtel und Beton, das im wesentlichen aus Verbindungen von Calciumoxid mit Siliciumoxid, Aluminiumoxid und Eisenoxid besteht. Durch Reaktion mit H20 erhärtet er an der Luft und unter Wasser und bleibt nach der Erhärtung auch unter Wasser fest.
Wesentliche Eigenschaft des Zements ist seine Druckfestigkeit. Deshalb werden Zemente nach ihrer 28 -Tage - Mindestdruckfestigkeit gekennzeichnet.
Normzemente entsprechen den Festlegungen der DIN 1164 und werden in Zementarten, entsprechend ihrer Zusammensetzung eingeteilt.


Betone nach ZTV-ING: (z.B. Brückenbauwerke)
Im Lieferschein wird die Zusammensetzung des verwendeten Beton detailliert aufgeführt, so dass jederzeit Zementart, Wasseranteil, Gesteinskörnungen und auch eventuell verwendete Zusatzmittel und -stoffe festgestellt werden können.


Zusatzmittel:
Betonzusatzmittel sind flüssige oder pulverförmige Stoffe, die dem Beton zugesetzt werden, um durch chemische und/oder physikalische Wirkung Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons zu ändern.
Die Zugabemenge eines Zusatzmittels ist so klein, dass sie als Volumenanteil des Betons ohne Bedeutung ist. Die Wirkungsgruppe eines Zusatzmittels ist auf Verpackung oder Lieferschein anzugeben. Für Beton dürfen nur Zusatzmittel mit gültigem Prüfzeichen verwendet werden.
Wirkungsgruppen sind z.B.: Betonverflüssiger (BV)
Fließmittel (FM)
Luftporenbildner (LP)
Verzögerer (VZ)
Beschleuniger (BE)


Zusatzstoffe:
Betonzusatzstoffe sind fein aufgeteilte Zusätze, z.B. Trass, Gesteinsmehl, Flugasche, Kunststoffdispersionen, die bestimmte Eigenschaften des Betons beeinflussen. Im Gegensatz zu den Zusatzmitteln ist die Zugabemenge im allgemeinen so groß, dass sie bei der Volumenberechnung berücksichtigt werden müssen. Zusatzstoffe müssen entweder DIN EN 12620:2003-04 (Gesteinskörnungen für Beton) oder EN 450 (SFA) entsprechen.